Hapy-Tech 2026
25. Oktober 2026

Ende September traf die Hamelner Rattenfängersage bereits zum zweiten Mal auf moderne Technik: Bei Ha-Py Tech 26 entwickelten 20 Jugendliche aus sieben Schulen ihre eigenen mechatronischen Rattenfänger und verwandelten den Kaisersaal im Hamelner Bahnhof für einen Tag in eine kreative Technikwerkstatt.
Eine wichtige Rolle spielte erneut die Stiftung NiedersachsenMetall, die das Wettbewerbsformat maßgeblich unterstützt und mitfinanziert. Das Schülerforschungszentrum Hameln-Pyrmont begleitete die Planung und Durchführung als Mitorganisator aktiv. Gemeinsam mit den Unternehmen Enertec Hameln, Lenze und REINTJES sowie der Hochschule Weserbergland entstand so erneut ein besonderer Technik-Wettbewerb für Jugendliche.
In sechs Teams konstruierten die Teilnehmenden innerhalb eines Tages automatisierte Rattenfänger, die Mechanik, Elektronik und Programmierung miteinander verbanden. Ziel war es, mithilfe von Sensoren, Motoren und einem Arduino-Mikrocontroller möglichst viele 3D-gedruckte Ratten auf einem Spielfeld selbstständig einzufangen. Unterstützt wurden die Jugendlichen dabei von Auszubildenden und Fachkräften der beteiligten Unternehmen.
Die Abschlusspräsentationen, bei denen die Teams ihre mechatronischen Rattenfänger vor Familien, Freunden und weiteren Gästen vorführten, bildeten den Höhenpunkt der Veranstaltung. Im Anschluss bewertete eine Fachjury die mechatronischen Rattenfänger hinsichtlich Technik, Funktionalität, Kreativität und Präsentation.
Das Team „Martin's MagnoMachine“ mit Klara Lilia Hahn, Lena Requadt und Frieda Schulze (Schiller-Gymnasium Hameln) sowie Katharina Wiggenbrock (Grundschulverbund Thülen-Alme-Hoppecke) erreichte dabei den ersten Platz.
Den zweiten Platz sicherte sich das Team „RBS RAT Dynamics“ von der Rüdiger-Butte-Schule (RBS auf dem Eugen-Reintjes-Campus), während der dritte Platz zweimal vergeben wurden, nämlich an das Team „Ratskull“, bestehend aus Ismail Tarik Oenelcin und Linus Schütte (Schiller-Gymnasium Hameln) und an das Team „RAT-I99I-nator“ mit Alex Schimunek (Schiller-Gymnasium Hameln) und seinen beiden Mitstreitern von der RBS und der Elisabeth-Selbert-Schule.
Frieda Schulze äußert sich nach dem Sieg positiv: „Ich war jetzt zum zweiten Mal dabei und das Spannende ist: Man kann vorher eigentlich überhaupt nichts planen. Selbst wenn man die Aufgabe und das Material schon kennt, läuft es jedes Mal völlig anders ab und es kommt ein komplett neues Ergebnis dabei raus. Genau das macht es so cool, auch mehrmals teilzunehmen. Dass wir am Ende jetzt sogar gewonnen haben, war für uns die absolute Überraschung, damit haben wir vorher überhaupt nicht gerechnet. Wir haben uns danach einfach nur total gefreut.“
Auch Lena Requadt formuliert im Anschluss eine wichtige Botschaft: „Ich war dieses Jahr das erste Mal dabei und bin ganz ohne Erwartungen reingegangen. Es hat aber super viel Spaß gemacht und ich konnte unglaublich viel neues Wissen mitnehmen. Dass wir am Ende sogar gewonnen haben, hat uns alle überrascht. Besonders schön ist es allerdings, dass wir mit unserem Sieg zeigen konnten, dass Mädchen auch in technischen Bereichen genauso viel können. Vielleicht sind beim nächsten Mal ja noch ein paar mehr Mädchen mit dabei.“
Die prämierten mechatronischen Rattenfänger werden am 13. November 2026 um 13:30 Uhr offiziell an das Museum Hameln übergeben und dort ausgestellt. Besucherinnen und Besucher können die kreativen Konstruktionen anschließend aus nächster Nähe erleben.
Mit Ha-Py Tech möchten die beteiligten Partner junge Menschen für Technik begeistern, ihre Kreativität fördern und praxisnahe Einblicke in technische Berufsfelder ermöglichen. Die Veranstaltung zeigt eindrucksvoll, wie erfolgreich die Zusammenarbeit von Unternehmen, Bildungsinstitutionen und Förderpartnern in der Region funktionieren kann.
Herzlichen Glückwunsch an die erfolgreichen Schiller-Vertreter!
Text: Fr. Bode/Fotos: Axel Herzig - People & Eventfotograpafie




