Nachhaltigkeitstage 2026

01. Juni 2026

Was bedeutet eigentlich konkret Nachhaltigkeit?

In welchen Bereichen ist sie umsetzbar? Und welchen Beitrag kann jeder leisten?

Diesen und weiteren Fragen wurden im Rahmen der diesjährigen Nachhaltigkeitstage Ende Mai im Schiller-Gymnasium nachgegangen. Orientiert an den siebzehn Sustainable Development Goals (kurz SDGs) engagierten sich SchülerInnen und LehrerInnen in vielfältigen Projekten im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Die Bilder und Texte geben einen kleinen Einblick in die bunte Umsetzung:

Projekt der Klasse 6A zum Thema „Demokratiebildung am Dokumentations- und Lernort Bücke-berg“:
Mittwoch: Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus (Auseinandersetzung mit NS-Propagandamaterial, Jugendorganisationen, Zeitzeugeninterviews, Ideologie der Zusammenge-hörigkeit und Ausgrenzung => Ableitung von Warnsignalen vor Beeinflussung durch extremisti-sche Bewegungen / Besuch im Museum Hameln: Ausstellungsstücke zu den Themen „Hitlerju-gend“ und „Reichserntedankfest“ am Bückeberg)
Donnerstag: geführtes Bildungsprogramm am Dokumentations- und Lernort Bückeberg, das vom pädagogischen Leiter (Aljoscha Napp) extra für S*S einer 6. Klasse angepasst wurde. Verschie-dene Arbeitsaufträge für größere und kleinere Gruppen an unterschiedlichen Stationen auf dem Gelände zu Verlauf, Zielen und medialer Verbreitung der „Reichserntedankfeste“. Beschäftigung mit der Frage: „Was hat das mit uns zu tun?“

(Text: Fr. Hampe)


Projekt "Gemeinsam nachhaltig handeln - Inklusion leben", welches wir im Rahmen der Nachhaltigkeitstage zusammen mit der Heinrich-Kielhorn-Schule durchgeführt wurde:
17 Schülerinnen und Schüler unseres 7. und 8. Jahrgangs haben die Heinrich-Kielhorn-Schule besucht und dort die Klassen 5 und 7 kennengelernt. Wir haben die Nachhaltigkeitstage mit ei-nem gemeinsamen Frühstück inklusive Einkauf und Vorbereitung begonnen. Danach wurde flei-ßig gespielt und gebastelt. Als bleibende Erinnerung an diese schöne Kooperation sind zwei bun-te Plakate mit den Handabdrücken aller beteiligten Schülerinnen und Schüler entstanden. Ein Plakat durfte als Geschenk an der Heinrich-Kielhorn-Schule bleiben. Das Gegenstück verschönert ab sofort das Schiller-Gymnasium im Erdgeschoss des C-Trakts.

Auch der zweite Tag stand ganz im Zeichen des Miteinanders. In einer offenen Runde mit der Lehrkraft Frau Faron erfuhren unsere Schülerinnen und Schüler viel Wissenswertes über die Schulform und das dortige Förder-konzept. Frau Faron machte dabei auch auf die Möglichkeit aufmerksam, in der 11. Klasse ein Praktikum an der Heinrich-Kielhorn-Schule zu absolvieren, welches einigen unserer Schülerin-nen und Schülern auf spürbares Interesse stieß, auch wenn diese erst in ein paar Jahren die Mög-lichkeit dazu haben. Außerdem haben wir gemeinsam einen Spielplatz besucht inklusive eines gemeinsamen Fußball- und Basketballspiels. Aber auch der Schulhof wurde mit Straßenmal-kreide verschönert. Wir sind begeistert von diesem offenen Miteinander und hoffen sehr, diese Aktion in Zukunft wiederholen zu können.
Vielen Dank für die Gastfreundschaft der Heinrich-Kielhorn-Schule!


(Text: Fr. Giersdorff)


Die Mädchen der Klasse 5e haben sich während der Nachhaltigkeitstage 2026 intensiv mit dem Ziel 5 "Geschlechtergerechtigkeit" beschäftigt:
Am ersten Tag hat die Klasse sich mit der Gleichberechtigung in Deutschland auseinandergesetzt und u.a. eine Zeitleiste erstellt. Der Höhepunkt des ersten Tages war sicherlich der Besuch von "Oma Bonbon", die in gemütlicher Runde vor allem über ihre Zeit als Mädchen und junge Frau in den 1940er und 1950er Jahren gesprochen hat.
Am zweiten Tag hat die Gruppe sich mit der Gleichberechtigung in anderen Ländern beschäftigt (z.B. Saudi-Arabien, Nepal und Afghanistan). Am Ende schauten die Mädchen noch gemeinsam den Film "Das Mädchen Wadja". Wadja lebt in Saudi-Arabien und träumt von einem Fahrrad, ob-wohl das Radfahren für Mädchen und Frauen verboten (noch) ist. Inzwischen ist es erlaubt; und auch den Führerschein dürfen Frauen in Saudi-Arabien seit einigen Jahren machen.



(Text: Fr. Grave)


Workshop „Was kommt auf den Tisch – Nachhaltige Ernährung im Check der SDGs“



Im Rahmen des Workshops "Was kommt auf den Tisch" haben wir uns am ersten Projekttag mit der Frage beschäftigt, wie man sich möglichst nachhaltig ernährt und welche Kriterien beim Ein-kaufen wichtig sind und welche Siegel für nachhaltige und faire Produkte stehen.Anschließend haben wir als Kurs den Wochenmarkt und den nahelegenden Discounter aufgesucht und uns mit passenden Lebensmitteln ausgestattet, um anschließend individuelle, gesunde und nachhaltige 'Bowls' zusammen zuzubereiten, die sehr gut geschmeckt haben. Am zweiten Tag wurde uns bei einem Besuch der Hamelner Tafel über deren Arbeit erzählt und wir durften in Teilen auch selber mit anpacken. Die Hamelner Tafel versorgt bedürftige Menschen mit Lebensmitteln und nützli-chen alltäglichen Gegenständen, wie z.B Hygieneartikeln, und achtet währenddessen auch da-rauf, so wenig Lebensmittel wie nötig zu verschwenden. Am Ende des Workshops wurden bei einem „Resteessen“ die Tage reflektiert, denn natürlich sollten unsere am Vortag gekauften Le-bensmittel nicht im Müll landen. Insgesamt würden wir die Nachhaltigkeitstage als eine interes-sante und lehrreiche Erfahrung beschreiben, welche uns sicher auch in der Zukunft dabei helfen wird, dass wir mehr darauf achten, bewusster mit Lebensmitteln umzugehen.



Text: Fr. Hennecke und Hr. Glasemann



Projekt „Livecall nach Afrika – Leben, Alltag und Herausforderungen an einer afrikanischen Schu-le“

Am 20. und 21. Mai fanden an unserer Schule die Nachhaltigkeitstage mit dem Projekt „Live- Call nach Afrika“ unter Leitung von Frau Bautz, Herrn Kräft und Herrn Wittfeld statt. Ziel des Projektes war es, mehr über das Leben und den Schulalltag in dem westafrikanischen Land Sierra Leone zu erfahren und gleichzeitig Grundschüler an einer CVJM-Schule in dem Ort Kenema zu unterstüt-zen.

Zunächst beschäftigten wir uns mit den naturräumlichen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Gegebenheiten des Staates, um die Lebensumstände in dem Land grob skizzieren zu können. Herr Wittfeld, der mit einer CVJM-Delegation vom Westbund  letztes Jahr Schulen in Sierra Leone besucht hatte, zeigte uns außerdem ein paar Bilder und Videos über die Grundschule. Im An-schluss sammelten wir Fragen, die sich aus den gewonnenen Ergebnissen ergaben. Diese stellten wir dem Leiter des YMCA Sierra Leone in einem Videocall. Er erzählte uns viel über die Schu-le, den Unterricht und wie der Alltag der Kinder dort abläuft. Außerdem berichtete er über das Leben generell in Kenema und erklärte, dass viele Familien nur wenig Geld haben. Dadurch kön-nen sich manche Schülerinnen und Schüler wichtige Materialien wie Stifte oder Schulhefte nicht leisten.



Am nächsten Tag erstellten wir kindgerechte  Afrika- und Europakarten, die in jedem Klassen-raum vor Ort aufgehängt werden können. Daneben wurden eigene Brettspiele mit Spielanleitun-gen entwickelt.  Zusätzlich veranstalteten wir einen Verkauf an unserer Schule. Angeboten wur-den Kuchen, Muffins, Capri-Sonne und weitere kleine Snacks. Mit dem eingenommenen Geld wollten wir die Schule in Sierra Leone unterstützen und Spenden sammeln. Eine kleine Gruppe von Schülerinnen und Schülern bereitete außerdem eine Präsentation vor. Diese wurde in ver-schiedenen Klassen vorgestellt. Dabei informierten sie die anderen Klassen über das Projekt und fragten nach Sachspenden, zum Beispiel Stifte oder andere Schulmaterialien. Außerdem wer-den auch Bälle und andere Spielzeuge gesammelt, damit die Kinder in Sierra Leone mehr Mög-lichkeiten zum Spielen und für gemeinsame Aktivitäten haben. Die Bälle, zum Beispiel Fußbälle, werden aus unserer Schule gespendet. Dabei handelt es sich um aussortierte Bälle, die aber noch in einem sehr guten Zustand sind und weiterhin benutzt werden können.



Im Herbst wird eine Person aus dem CVJM Westbund (Fachausschuss Weltweit) nach Sierra Le-one reisen und einen Koffer mit allen gesammelten Spenden mitnehmen. Dort werden die Mate-rialien, Spielzeuge und weiteren Spenden an die Menschen und Kinder verteilt, die diese dringend benötigen.

Der Umwelttag war insgesamt sehr erfolgreich. Wir konnten viel über das Leben in Sierra Leone lernen und gleichzeitig etwas Gutes tun, indem wir Geld- und Sachspenden für die Schule sam-melten. Das Projekt hat gezeigt, wie wichtig Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Unterstützung für andere Menschen sind.

(Verfasst Von: Lana Akili mit redaktioneller Überarbeitung von Herrn Wittfeld)