Sportkurs auf Biathlon-Fahrt
16. März 2026

Nach ersten Schwierigkeiten beim Beladen der Autos fuhren wir voller Vorfreude los nach Zella-Mehlis. Bevor wir uns das erste Mal im Langlauf versuchten, machten wir noch einen kleinen Zwischenstopp im Schullandheim, um unser Gepäck abzulegen. Danach ging es direkt wieder los und nach einem kleinen Fußweg standen wir alle das erste Mal auf den Langlaufskiern und konnten uns erstmal selbst ausprobieren, um ein Gefühl für die Skier zu entwickeln.
Nachdem alle am Treffpunkt angekommen sind, starteten auch schon die ersten Technik-Übungen und wir lernten grundlegende Methoden zum Langlaufen. Auch wenn es an der ein oder anderen Stelle noch gehakt hat, konnten erste Unsicherheiten bereits am ersten Tag genommen werden und wir ließen uns nicht von anfänglichen Schwierigkeiten unterkriegen, weshalb sich von einer erfolgreichen ersten Trainingseinheit sprechen lässt.
Erschöpft vom Tag haben wir uns am Nachmittag auf den Rückweg zum Schullandheim begeben, wo wir die Zimmer eingeteilt und mit dem Auspacken begonnen haben. Am Abend haben sich alle zum gemeinsamen Abendessen getroffen, welches jeden sehr positiv in Erinnerung bleibt. Danach startete das Abendprogramm, welches wir mit verschieden Gesellschaftsspielen gestalten und mit einer großen Runde Werwolf beendeten.
Auch der zweite Tag war von einer diesmal etwas größeren Trainingseinheit geprägt, welche uns Schritt für Schritt die richtige Technik des Skatings näherbrachte. Diesmal befanden wir uns jedoch in einem Skigebiet, doch auch hier mussten wir leider feststellen, dass die Bedingungen nicht optimal waren, wovon wir uns jedoch nicht entmutigen ließen.
Bereits der zweite Tag zeigte uns das sich unserer Technik deutlich verbesserte, doch Langlauf war immer noch ein anstrengender Sport, weshalb wir zum Ende des Tages wieder ziemlich erschöpft waren und uns sehr auf das Abendessen im Schullandheim freuten.
Die erste Biathlonfahrt endete am dritten Tag, was wir alle etwas bedauerten, weshalb wir unsere letzten Kräfte nochmal für eine abschließende Trainingseinheit zusammensuchten. Diesmal verbrachten wir die Mittagspause nicht in einer Hütte, sondern setzen uns an einem kleinen Sammelplatz in der Nähe unseres Trainingsortes zusammen. Zum Schluss fuhr jeder noch einmal eine etwas größere Strecke und auch nach nur wenigen Tagen waren deutliche Verbesserungen und vor allem mehr Sicherheit bei allen erkennbar.
Zum Biathlonfahren gehört nicht nur das Langlauffahren, sondern auch das Schießen dazu. Weshalb wir insgesamt drei Schießeinheiten im Schützenhaus am Schliekersbrunnen absolvierten, um dies zu erlernen und uns auf den späteren Wettkampf vorzubereiten.
Zu Beginn machten wir uns mit dem sogenannten Luftgewehr vertraut, was wir im Stehen tätigten. Da einige von uns noch nie wirklich geschossen haben, war es das Ziel, ein Gefühl für das Gewehr zu entwickeln. Dies taten wir, in dem wir auf 10er-Streifen geschossen haben, wobei insgesamt 100 Punkte erreicht werden konnten. Mit Ergebnissen zwischen 70 und 95 Punkten lagen wir alle in einem sehr guten Bereich. In der zweiten Einheit konnten wir uns weiterhin verbessern und erlangten ein noch besseres Verständnis für das Gewehr.
In der dritten und letzten Einheit durften wir uns schließlich an dem größerem Gewehr, der Klein Kaliber, ausprobieren. Dies wird auch unter anderem bei den Biathlon-Wettkämpfen verwendet und so auch später bei unserem. So wird dieses im Liegen geschossen, was durch die ruhigere Haltung ein genaueres Zielen ermöglichte. Nichtsdestotrotz war ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Gewehren spürbar. Bei der Klein-Kaliber konnten insgesamt 50 Punkte auf der Schießscheibe erzielt werden.
Vom 23. bis 25. Februar ging es für uns ein zweites Mal nach Zella-Mehlis.
Voller Vorfreude auf das Langlauffahren und den anstehenden Biathlon-Wettkampf. Begleitet wurden wir diesmal von Herrn Sprang und Herr Fistler, die uns durch diese ereignisreiche Fahrt führten.
Nach einem kurzen Stopp am Schullandheim, um unsere Skier zu holen, ging es ohne Umwege auf die Loipe. Dieses Mal durften wir im berühmten Stadion Oberhofs trainieren, das für seine internationalen Weltcups bekannt ist. Dort frischten wir unsere Langlaufkünste auf und wagten uns an eine kurze, aber äußerst kräftezehrende Strecke. Schnell war klar: Unsere Technik hatte sich deutlich verbessert, aber der Sport blieb dennoch anspruchsvoll.
Am nächsten Tag stand eine Wanderung durch Oberhof auf dem Programm. Dabei bekamen wir einen beeindruckenden Einblick in die weitläufige Sportanlage. Unter anderem durften wir uns die rund 75 Meter hohe Skischanzen sowie die Rodelbahn Oberhofs anschauen.
Anschließend ging es weiter zur Skihalle, wo deutlich bessere Schneeverhältnisse zu erwarten waren als draußen. In der Skihalle konnten wir intensiv das Langlauf-Skating üben und unsere Technik weiter verbessern. Mit drei verschiedenen Strecken steigerten wir unser Können Schritt für Schritt. Genau hier sollte am nächsten Tag auch unser großer Biathlon-Wettkampf stattfinden.

Am letzten Tag war es soweit: Der Biathlon-Wettkamf stand an. Insgesamt traten vier Teams gegeneinander an. Jedes Team musste pro Läufer drei Runden auf 800 Meter im Skating absolvieren und zweimal mit den Kleinkalibergewehren auf 50 Meter im Liegen schießen. Begleitet wurden wir dabei von Herrn Sprang und einem erfahrenen
Trainer aus der Skihalle. Bevor der Wettkampf startete, durften wir in der angrenzenden Schießhalle unsere ersten Probeschüsse auf die 50-Meter-Distanz abgeben.
Dann wurde es ernst: Fahren und Schießen wurde kombiniert, was also an Ausdauer und Konzentration gefragt hat.
Alle Teams gaben ihr Bestes. Teamgeist, Ehrgeiz und Motivation waren deutlich spürbar. Besonders zum Ende hin wurde es extrem spannend, als sich zwei Teams ein packendes Duell um den ersten Platz lieferten. Mit Bestzeiten zwischen 44 und 55 Minuten konnten am Ende alle stolz auf ihre Leistung sein.
Der Wettkampf zeigt eindrucksvoll, wie sehr wir uns innerhalb der zwei Biathlonfahrten verbessert hatten und wie sicher wir inzwischen auf den Skiern und beim Schießen fühlten.

Am Ende sind sich alle einig: Die Biathlonfahrten, sowie die Schießeinheiten waren spannend, lehrreich und unvergesslich - ein perfekter Abschluss unseres Biathlonkurs.
Ein besonderer Dank gilt unserem Kursleiter Herr Spang, der uns während der Biathlonfahrten engagiert begleitet und unterstützt hat.
Ebenso bedanken wir uns herzlich bei Frau Meyerkord und Herrn Fistler, die uns bei den jeweiligen Fahrten begleitet haben und jederzeit zur Hilfe standen.
Außerdem möchten wir uns beim Schullandheim Zella-Mehlis für die Unterkunft und Verpflegung bedanken. Ein großer Dank geht ebenfalls an den Schützenverein am Schliekers Brunnen, der uns die Schießeinheiten ermöglicht hat. Nicht zuletzt bedanken wir uns bei der Skihalle Oberhof, die uns den Biathlonwettkampf möglich gemacht hat.
Fotos: Hr. Sprang
Text: J. Alhswede