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29.01.2019

Der Tod als ständiger Begleiter

Tiefgehende Einblicke in das Unvorstellbare, in die Erfahrungen der Kinder, die im Konzentrationslager Auschwitz gefangen waren, bietet die aktuelle Ausstellung, die im Forum des Schiller-Gymnasiums zu sehen ist. Der Tag des Gedenkens an die Befreiung des Konzentrationslagers am 27.01.1945 wurde von Alwin Meyer als Anlass genommen, auch die Perspektive der Kinder von Auschwitz in den Blick zu nehmen. Der Autor, Ausstellungs- und Filmemacher hat über Jahrzehnte nach ihnen gesucht, Interviews geführt und sie über Jahre hinweg begleitet. Die Ergebnisse seiner Recherchen sind eindrucksvoll und noch bis Freitag zu sehen.


 
Nur einzelne Kinder haben Auschwitz überlebt. Nicht geeignet zur Arbeit im Lager, waren es nur wenige, die nicht sofort ermordet wurden. Die anderen wurden missbraucht und gequält. Viele erzählten dem Autor zum ersten Mal vom Lagerleben und von ihrer Kindheit, in der der Tod ständiger Begleiter war.
Die Ausstellung zeigt auf 38 Stelltafeln verschiedene Lebensgeschichten von überlebenden Kindern von Auschwitz. Dabei werden sowohl junge Menschen, die als Kind oder Jugendlicher nach Auschwitz deportiert wurden als auch in Auschwitz geborene Kinder vorgestellt.  Die Ausstellung ist bis zum Ende der Woche im Forum des Schiller-Gymnasiums geöffnet und kann (bis Zeugnisausgabe) von einzelnen Schülern oder angemeldet bei Frau Altenhoff auch von Klassen besucht werden. Am Donnerstag und Freitag betreut die VHS die Ausstellung und kann ebenfalls von Interessierten besucht werden. Die Ausstellung ist für SchülerInnen ab der 9. Klasse geeignet und bietet eine gute Möglichkeit, sich zu erinnern und sich mit dieser Phase der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen und diese nicht zu vergessen.