Eine Schule mit Geschichte

Zwar trägt unsere Schule den Namen "Schiller-Gymnasium" erst seit 1947 (zur Erinnerung an das gleichnamige Gymnasium in Posen), doch wird sie bereits seit 1867 als Gymnasium in Hameln geführt. Tatsächlich ist die Geschichte dieser Schule jedoch auf vielfältige Weise mit der bewegten Geschichte der Stadt Hameln eng verknüpft und reicht auf eine Stiftsschule zurück, die um das Jahr 800 herum als Klosterschule gegründet wurde.

Über 500 Jahre Klosterschule und Stiftsschule

Jahrhundertelang bestand ihre Aufgabe darin, den Nachwuchs der Kanoniker des Stifts aber auch den gesamten geistlichen Nachwuchs aus der Stadt und der weiteren Umgebung heranzubilden. Ihr wohl berühmtester Schüler war der spätere Bischof von Oldenburg in Holstein, der heilige Vizelin, der seine Grundausbildung in Hameln erhalten hatte und als "Slawenapostel" in die Geschichte eingegangen ist.

Etwa 300 Jahre Stadtschule


Auf einem Kupferstich von Merian aus dem Jahre 1654 sieht man ganz vorn rechts das damalige Schulgebäude an der Münsterkirche

Als 1540 die Herzogin Elisabeth die Regierung im Herzogtum Calenberg übernahm, brachte sie die reformatorischen Bestrebungen in Hameln zügig zum Erfolg. Den Hamelner Stadtvätern gelang es in dieser Situation, die Stiftsschule von der Kirche zu lösen und sie in eine Stadtschule umzuwandeln. Sinn und Aufgabe der Schule war für die Stadtverwaltung nicht mehr die Heranbildung der künftigen Geistlichen, sondern die Erziehung tüchtiger Männer für die bürgerliche Gemeinschaft.

Die Bürgerschule

Die Schulreform von 1802 brachte unter anderem:
  • Die Neueinrichtung einer Freischule für die Kinder ärmerer Eltern
  • Die Einführung der allgemeinen Schulpflicht
  • Die Umgestaltung der Lateinschule in eine Bürgerschule


Die alte Stiftsschule (links) nach einem Bild im Hamelner Museum

Der Unterricht wurde nun mehr an "realen" Bedürfnissen ausgerichtet. Nach wie vor gibt es vier Klassen, in der Quarta werden die Elementarkenntnisse vermittelt, in der Tertia und Sekunda gibt es Unterricht in Religion, Lesen, Schreiben, Rechnen und gemeinnützigen Kenntnissen, dazu täglich eine Stunde Latein für die Schüler, die die Prima besuchen wollen und eine wissenschaftliche Ausbildung anstreben. In der Prima werden Religion, Geschichte, Geographie, Naturlehre und Naturgeschichte, Deutsch, Französisch, Latein, Arithmetik und Algebra erteilt. Die neue Bezeichnung "Progymnasium", die ab 1829 gebraucht wurde, gab auch äußerlich zu erkennen, dass die Schule trotz ihrer guten Leistungen nicht mehr zur Universitätsreife führen wollte, sondern dass die letzte Vorbereitung zum Studium anschließend an einem Gymnasium erfolgen musste.

Das neue Schulhaus von 1850

Das ehrwürdige Stiftsschulhaus neben dem Münster hatte über 600 Jahre seine Dienste getan, aber nun war es der ständig zunehmenden Schülerzahl nicht mehr gewachsen. Nach etwa vierjähriger Bauzeit wurde das neue Schulhaus auf dem Münsterkirchhof, nicht weit entfernt von der alten Schule am 2. Januar 1850 seiner Bestimmung übergeben.

Das baufällige alte Schulgebäude wurde leider eingeebnet, so ist eines der ältesten und schönsten Bauwerke der Stadt verloren gegangen.

Gymnasium ab 1867

Ab dem 9. Mai 1867 wurde das Progymnasium zu einem Gymnasium umgewandelt. Eine wichtige Triebkraft dabei war wohl der Zusammenbruch des Königreiches Hannover und die nun geltende preußische Militärverfassung. Diese bot nämlich den Abiturienten eines Gymnasiums die Möglichkeit, statt der üblichen drei Militärjahre mit einem "freiwilligen" Dienstjahr davonzukommen.

Das neue Gymnasialgebäude ab 1897

Da das Gymnasiumsgebäude auf dem Münsterkirchhof seine Zwecke nicht mehr erfüllte und auch die Volks- und Mittelschule unter Raumnot litten, entschloss sich die Stadt Hameln 1895 für das Gymnasium einen Neubau zu errichten und das bisherige Gebäude für die anderen beiden Schulen zu verwenden. Allerdings verzögerte sich der Beginn des Neubaus um fast ein Jahr, weil sich in der Bürgerschaft ein Sturm der Entrüstung gegen den vorgesehenen Bauplatz an der Ecke Erichstraße/Gröninger Straße erhob. Den Einen war die Schule an der Erichstraße viel zu weit von der Innenstadt entfernt, die Anderen, Generationen von Bürgern, die in der Schule am Münsterkirchhof ihre Schuljahre abgesessen hatten, konnten sich nicht an den Gedanken gewöhnen, dass die Schule nicht an dem Platz wiederentstehen sollte, an dem sie fast ein Jahrtausend ihre Heimat gehabt hatte. Hinweise auf die Größe des fast 46 Meter langen und 15 Meter hohen Gebäudes und die Größenverhältnisse zum Münster und den anderen Gebäuden verhallten wirkungslos. Gegen den Widerstand vieler Bürger wurde der Bauauftrag im Februar 1866 erteilt.

Das Haus stand frei, lag 40 Meter hinter der Straßenfront und hatte das Aussehen eines Renaissancebaues. Eine Turnhalle befand sich in einiger
Entfernung auf der Ostseite des Gebäudes.


Besonders beeindruckend war die Aula von 1897 Aula

Leider fiel dieser wunderbare Raum 1974 Baumaßnahmen zum Opfer. - Dort wurden die Biologieräume eingebaut:

1974 Bioraum 1

Bereits 1909 wurde ein Erweiterungsbau notwendig, der zwischen dem bestehenden Schulgebäude und der Turnhalle erstellt und über einen Verbindungsgang mit dem Hauptgebäude verbunden wurde.

Der Verbindungsgang zwischen den beiden Gebäuden 1909

Es war dem Hauptgebäude äußerlich angeglichen, bestand aber nur aus zwei Stockwerken und beherbergte außer fünf Klassenräumen ausgedehnte Unterrichts und Arbeitsräume für die Naturwissenschaften.

Chronik käuflich zu erwerben!

Genauer können Sie das alles in unserer Chronik nachlesen, die Sie in unserer Schule gegen einen Kostenbeitrag von 5,- € erwerben können. - Die umfassende und informative Chronik wurde 1992 erstellt, als unser Gymnasium sein 125-jähriges Bestehen und die Stadt Hameln mit unserem Gymnasium 1025 Jahre Schulgeschichte in Hameln feierten

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